Akademische Arbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Geschichte Europas - Europa Nachkriegszeit, Note: 1,0, Alpen-Adria-Universitat Klagenfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie verhalten sich die Auflosung und das Beharren der romisch-katholischen Konfessionskultur(en) und Religionen im Allgemeinen im Vergleich zwischen den 1970er-Jahren und 2000er-Jahren?Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die konfessionelle Landschaft Osterreichs zwar vom Christentum gepragt, zeichnet sich doch aber durch einen markanten Wandel aus. Mit dem Fortlaufen des zwanzigsten Jahrhunderts und Phanomenen wie dem Bosnienkrieg etabliert sich in Osterreich eine zunehmend diversere Konfessionskultur. Das erste Kapitel beschaftigt sich dabei mit der Manifestation der Konfessionskulturen in Osterreich im Zuge der 1970er-Jahre; im Zuge dessen soll die religiose Landschaft der obengenannten Zeitspanne analysiert und in einen Kontext gesetzt werden. In Anlehnung an das zweite Kapitel, welches sich mit den Konfessionskulturen im Osterreich der 2000er-Jahre beschaftigt, soll im dritten Kapitel ein Vergleich gezogen werden, um die religiosen Tendenzen im einst deutlich christlich-dominierten Osterreich aufzuzeigen. Der Forschungsstand zu diesem Thema prasentiert sich als umfangreich und beleuchtet die Umstande der religiosen Entwicklung, speziell aber jener der romisch-katholischen Kirche, Osterreichs aus zahlreichen Perspektiven. Eine zentrale Rolle in der Analyse und Aufarbeitung der Konfessionskulturen nehmen hierbei die Werke von Zulehner, Nautz, Leeb et al., Kraus/Gollwitzer sowie dem Bundeskanzleramt ein, die von weiteren wissenschaftlichen Monographien, Sammelbanden und Artikeln erganzt werden. Die zentrale These dieser Arbeit belauft sich jedenfalls darauf, dass die Konfessionskultur der romisch-katholischen Kirche und Religionen im Allgemein klar an Signifikanz verloren haben, mit der Folge, dass in der breiten Bevolkerung sich eine rapide fortschreitende Sakularisierung manifestierte.