Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Didaktik - Sport, Sportpadagogik, Note: 1,0, Deutsche Sporthochschule Koln, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es, eine Aussage daruber zu treffen, inwiefern Kampfsport sich als gewaltpraventive Manahme fur Kinder und Jugendliche im Bereich der Padagogik und Sozialarbeit eignet sowie im Besonderen kenntlich zu machen, welche Attribute fur ein solches Arrangement eine Rolle spielen. Die Schwelle zur Ausubung von Gewalt, zur Androhung, Darstellung, Rechtfertigung und Akzeptanz von Gewalt ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Gewalt wird erschreckend oft in Filmen verherrlicht dargestellt, die Problemlosung durch Gewalt wird in vielen Medien geradezu idealisiert. Neben den unterschiedlichen Formen der korperlichen Gewalt haben sich auch andere Formen zunehmend tiefer in unserem Werte- und Gesellschaftssystem verwurzelt. Die ganze alltagliche psychische Gewaltausubung, zum Beispiel in Form von Mobbing, wird von erschreckend vielen Menschen ganz selbstverstandlich als ein legitimes Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen angesehen und eingesetzt. Vor allem sind Kinder und Jugendliche nicht allein aufgrund ihres modernen Lebensstiles, welcher eine hohe Affinitat zur Medien und Internet-Kultur aufweist, au erst anfallig fur die Idealisierung von Gewalt, sondern auch aufgrund der moglichen Beeintrachtigung der sozialen Entwicklung durch die Dominanz von Autoritatspersonen wie Eltern, Erziehern und Lehrern. Es lasst sich ebenfalls veranschaulichen das Kampfsportarten wie zum Beispiel Boxen und Karate in den vergangenen Jahren selbst bei Jungen im Grundschulalter vergleichsweise an gro er Beliebtheit gewonnen haben. Die Langzeitstudie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeigt, dass Kampfsport aktuell nach Fu ball und Schwimmen zu den haufigsten Sportarten aktiver Jungen im Alter bis 17 Jahren zahlt. Trotz der ansteigenden Beliebtheit ist Kampfsport in der Padagogik und Jugendarbeit nach wie vor ein umstrittenes Thema, gerade wenn es um den Bereich der Gewaltpravention geht.