Wer stottert, hat keine Superkraft. Wer stottert, dem fallt nur vielleicht manches auf: Irgendwann muss die Menschheit beschlossen haben, dass sie es pausenlos eilig hat. Wer stottert, guckt oft in ungeduldige Gesichter. Stottern ist eine Art des rasenden Stillstands, eine unvorhergesehene Storung im Betriebsablauf. In seinem autobiografischen Essay denkt David Hugendick uber das Stottern und das Sprechen nach, uber Ungeduld und Scham, uber heimtuckische Buchstaben und uber unsere von kunstlicher Dringlichkeit gepragte Gesellschaft.