Auch wenn man einem Kind nicht auf den ersten Blick ansieht, welche Fahig- und Fertigkeiten es hat, so wissen wir dennoch, dass jedes Kind verschieden ist. Die Heterogenitat der Lernvoraussetzungen von Schulern zeigt sich schon zu Schulbeginn. Wahrend der eine Schuler bereits lesen und schreiben kann, beherrscht ein anderer kaum die deutsche Sprache. Welches Konzept also kann bei der enormen Unterschiedlichkeit der Kinder einen effektiven Unterricht ermoglichen?Um eine Antwort zu finden, scheint ein Umdenken erforderlich: Das pdagogische Konzept der Jahrgangsmischung zielt auf die Notwendigkeit, jeden Schler mit seinen persnlichen Lernvoraussetzungen wahrzunehmen und entsprechend zu frdern, ab - schon allein aufgrund der Unterschiedlichkeit von Einschulungszeitpunkt und krperlichem Entwicklungs- sowie Kenntnisstand der Kinder. Aufgrund der offensichtlichen Verschiedenheit der Kinder knnen sich diese eher als gleichwertig akzeptieren und so entstehen in vielfltiger Hinsicht neue Mglichkeiten des Lernens. Die Heterogenitt in einer jahrgangsgemischten Klasse wird somit nicht als Hindernis, sondern als Chance fr eine pdagogische Innovation begriffen. In der vorliegenden Arbeit soll die Frage im Mittelpunkt stehen, ob altersheterogene Lerngruppen in der heutigen Lebens- und Schulsituation von Kindern eine geeignete, zeitgeme und frderliche, pdagogisch-didaktische Alternative zur Jahrgangsklasse darstellen.