Danemark verfugt wie nur wenige andere Regionen Europas mit seiner wechselvollen Geschichte und seiner Stellung zwischen Nord- und Ostsee, Mitteleuropa und Skandinavien uber besondere Erfahrungen des kulturellen Austauschs. Zum danischen Gesamtstaat gehorten einst auch Norwegen, Island, die Faroer und Gronland. Als Danemark sich in den Napoleonischen Kriegen auf die Seite Frankreichs stellte, musste es im Kieler Frieden von 1814 Norwegen an Schweden abtreten und bekam dafur das Herzogtum Lauenburg. Angesichts neu aufflammender nationalistischer Tendenzen in Europa bietet die Betrachtung des Miteinanders im danisch-deutschen Kulturraum interessante Perspektiven auf ethnisch motivierte Ein- und Abgrenzungen. Die Beitrage beschaftigen sich mit den wechselseitigen Beeinflussungen und den vielfaltigen Aktivitaten von danischer und deutscher Seite, ein nationales wie europaisches Bewusstsein zu fordern.