Sein Lachen, als er eingebuddelt im Ostseesand liegt. Das Sparguthaben, berechnet mit dem Aldi-Computer aus dem Sonderangebot. Teewurstbrotchen, am Vorabend fur die Autofahrt geschmiert. Fingerflecke auf der Brille. Die minzgrune Morphiummaschine. Noch sechseinhalb Jahre nach seinem Tod ist der Vater anwesend: als Bilder in der Erinnerung des Erzahlers. Als genetische Spur, in seinen Haaren, seiner Haut. Als warmes Gefuhl. Aber manches verfluchtigt sich, wird unscharf, denn wir vergessen, und anderes haben wir nie gewusst. Was bleibt von einem Menschen nach seinem Tod? Was konnen wir konservieren, wenn wir von ihm erzahlen? Wie schreiben wir selbst ihn fort?In einer eindringlichen, poetischen Sprache beschwort der Erzahler in Langhans' autofiktionalem Roman liebevoll den verstorbenen Vater, erzahlt in Miniaturen von seinen Gesten, seinen Eigenheiten und von seinem Sterben. Schreibend fullt er eine Lucke, die dort klafft, wo der Vater war in seinem Leben und in sich selbst.