Examensarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Padagogik - Schulpadagogik, Note: 1,0, Universitat Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zulassungsarbeit beschaftigt sich mit dem Thema Mobbing und insbesondere mit Interventionsmoglichkeiten gegen Mobbing an Schulen, wobei der Fokus hierbei auf die Realschule gelegt wird. Schon 1970 beschaftigte sich der schwedisch-norwegische Psychologe Dan Ake Olweus mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Mobbing und der Gewaltproblematik an Schulen. Dafur verwendete er selbst den Begriff Bullying, der aber nahezu ein Synonym fur Mobbing darstellt. Er begrundete sein starkes Interesse daran, Losungen gegen das Drangsalieren an Schulen zu finden, unter anderem damit, dass drei norwegische junge Manner nach dauerhaften Schikanen in deren Schulen Suizid begangen hatten. Der Zusammenhang von Mobbing und Suizid pragte folglich die Arbeiten des im vergangenen Jahr verstorbenen Dan Olweus, welche fur die Mobbingforschung bis heute von enormer Bedeutung sind. Denn die Gegenwartigkeit solcher Koinzidenzen ist geblieben, wie ein Artikel, der Ostsee-Zeitung zeigt. Darin berichtet Juliane Schultz von einem Mobbing-Ritual an einer Regionalschule in Crivitz bei dem 30 Schuler beteiligt gewesen sein sollen. Vorfalle wie diese zeigen, dass die Problematik des Mobbings und die damit verbundenen Folgen an deutschen Schulen immer wieder thematisiert werden mussen und der Kampf dagegen nicht nachlassen darf. Diese These wird auch von einer Studie der Organisation for Economic Cooperation and Development, kurz OECD, aus dem Jahre 2015 gestutzt, der zufolge jeder sechste Schuler an deutschen Schulen zum Gemobbten wird. Verglichen mit anderen Landern liegt Deutschland damit uber dem Durchschnittswert und hat beispielsweise doppelt so hohe Fallzahlen wie die Schulen in den Niederlanden. Als Fazit der Studie wird Mobbing als ernstes, gesamtgesellschaftliches Problem beschrieben, dessen Folgen sich bis ins Erwachsenenalter ausdehnen konnen.