Saul Kemack greift die Theorien von Bernard Stiegler und Kati Rottger auf, um Live-Performances als Orte einer Dis-Automations-Dramaturgie"e; zu untersuchen. Mithilfe einer detaillierten phanomenologischen und intermedialen Analyse von Signal to Noise von Forced Entertainment erforscht der Autor, wie theatralische Rahmungen die Logiken des digital gesattigten Lebens im hyperindustriellen Kapitalismus sichtbar machen konnen. Anstatt zu behaupten, dass wir diesen Logiken vollstandig entkommen konnen, zeigt seine Forschung, wie Kunst vorubergehende Unterbrechungen schafft - Momente der Reflexion und neu ausgerichteten Sensibilitat - im algorithmischen Fluss. Saul Kemack ist Autor, Forscher und Dramaturg und lebt in Sudafrika.