Wie soll die Erinnerung an den Holocaust zukunftig gestaltet werden? Vor dem Hintergrund dieser Frage untersucht die Autorin Wissen und Identitat in den Werken Wiesels und Styrons. Sie entwirft ein Analysemodell, das verschiedene Formen des Wissens sowie Ebenen und Methoden der Wissenstransformation in literarischen Schriften mit den Identitatstheorien George Herbert Meads und Stuart Halls verbindet. Dadurch wird sichtbar, welche Wissensarten sich in den Texten identifizieren lassen und welchen interpretatorischen Mehrwert sie im Hinblick auf menschliche Identitat aufweisen. Das Buch macht deutlich, dass in der Holocaustliteratur noch Forschungslucken bestehen und dass die Aufarbeitung dieser Problematiken ein Weg sein kann, dem Verblassen der Vergangenheit entgegenzuwirken.