Thema des Buches ist die Bedeutung von Hoffnung fur das Leben von Menschen. Grundlegende Defizite der Philosophie der Lebenskunst werden herausgearbeitet: Zum einen verengt die Lebenskunstphilosophie den fur sie charakteristischen Kunst bzw. Asthetikbezug ihrer foucaultschen Tradition entsprechend stark auf den Aspekt der Macht bzw. der Selbstmachtigkeit. Zum anderen neigt sie mit dieser Fokussierung dazu, Forderungen des okonomisch gepragten Zeitgeistes unreflektiert zu ubernehmen. Die Grenzen der Selbstmachtigkeit geraten aus dem Blick. In Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte des Hoffnungsbegriffs wird deutlich, dass Hoffnung immer wieder als etwas beschrieben worden ist, das auf etwas der Verfugbarkeit Entzogenes gerichtet ist. Zugleich ist Hoffnung oft ein hoher Wert beigemessen worden. An diese Einsichten anknupfend wird im letzten Teil systematisch ausgefuhrt, was Hoffnung ist, welche Formen sie annehmen kann und was sie wertvoll macht. Unter anderem kann Hoffnung die Form einer Haltung annehmen, die der Verzweiflung und der Vermessenheit entgegengesetzt ist. Immer ist mit Hoffnung die Einsicht verbunden, dass die eigene Handlungsmacht begrenzt ist.