Die Frage nach den Grenzen der Medienarbeit der Strafverfolgungsbehorden ist im Zusammenhang mit den Ermittlungsverfahren gegen Jorg Kachelmann, Nadja Benaissa u.a. verstarkt in den Fokus geruckt. Fur den Betroffenen besonders problematisch ist die den Auskunften der Strafverfolgungsbehorden nachgelagerte Berichterstattung in den Massenmedien. Diese kann personlichkeitsrechtsrelevante Stigmatisierungen auslosen, die - unabhangig vom Verfahrensausgang - fortwirken. Ausgangspunkt der Untersuchung bilden die Darstellung der rechtlichen Grundlagen einer Auskunftserteilung und deren de lege lata bestehenden Grenzen. Die Analyse zeigt, dass das anwendbare Recht Kriterien fur eine zulassige Medienarbeit bereitstellt und dem Betroffenen ausreichende Rechtsschutzmoglichkeiten zur Verfugung stehen.