Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Politik - Region: Afrika, Note: 1,3, FernUniversitat Hagen, Sprache: Deutsch, Abstract: Ein reichhaltiges Vorkommen an naturlichen Ressourcen stellt sowohl fur die gesamtgesellschaftliche Okonomie eines Landes als auch fur den einzelnen dort lebenden Burger einen Segen dar - sollte man meinen. In Wahrheit handelt es sich bei nationalem Ressourcenreichtum um Fluch und Segen zugleich. "e;Ausgerechnet in jenen Staaten, die gewaltige Vorkommen an Ol, Gas oder Edelmetallen besitzen, herrschen Armut, Korruption und Misswirtschaft. Ginge es den Menschen in Nigeria, im Kongo oder in Russland ohne Rohstoffe besser?"e;. In der Tat handelt es sich hierbei nach wie vor um ein nicht ganzlich gelostes, politikwissenschaftliches Ratsel. Warum gelingt es etwa einem Land wie Norwegen in hohem Mae von seinem nationalen Rohstoffreichtum zu profitieren, wahrend in anderen rohstoffreichen Landern - insbesondere in vielen afrikanischen Landern sudlich der Sahara - bittere Armut in weiten Teilen der Bevolkerung vorherrscht?Im Kern mit dieser Problematik - den wirtschaftlichen und damit einhergehenden oftmals auch sozialen und politischen Problemen, wie sie gehauft gerade in den rohstoffreichen afrikanischen Landern sudlich der Sahara auftreten soll sich diese Arbeit beschaftigen und darstellen, warum diese Probleme keine zwingende Folge des Rohstoffreichtums sein mussen, sondern warum diese durch eine entwicklungskonforme Regierungsfuhrung ("e;Good Governance"e;) vermieden werden konnen. Im Detail wird dabei insbesondere eine Auspragung des Ressourcenfluches betrachtet werden, und zwar die "e;Dutch Disease"e;. Die herrschende Meinung in den Sozialwissenschaften geht aktuell davon aus, dass sich insbesondere politische Ansatze zur Erklarung des "e;Fluchs"e; der Ressourcen eignen und erst nachfolgend wirtschaftliche, da "e;politics matter"e;. Betrachtet werden hier somit insbesondere die Auswirkungen unterschiedlicher Auspragungen der Regierungsfuhrung Governance auf das Auftreten einer "e;Dutch Disease"e;.