Die Zahl deutscher Philosophen von internationalem Rang in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts ist eher begrenzt. Neben Hannah Arendt und Karl Lowith, Hans Jonas und Hans Blumenberg, gehoren zu ihr auch zwei Manner, die in den 30er Jahren Europa verlieen, in den USA eine neue akademische Karriere begannen und zu Weltruhm gelangten: Leo Strauss und Eric Voegelin. Mit den Namen dieser beiden deutschen Emigranten verbinden sich neben ihrer scharfsinnigen Kritik an einer zum Positivismus verflachten Sozialwissenschaft die Bemuhungen um eine Wiederbelebung der griechischen politischen Philosophie. Dass beide Denker jenseits dieser Gemeinsamkeiten hochst unterschiedliche philosophische Positionen vertraten, ist eine der zahlreichen Erkenntnisse, den ihr uber zwei Jahrzehnte gefuhrte Briefwechsel vermittelt. Nachdem dieser schon in englischer und franzosischer Ubersetzung vorliegt, erscheint er hier erstmals in der Originalfassung. Ein Dokument von besonderem Reiz. Hans-Georg Gadamer