Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 1,0, Padagogische Hochschule Ludwigsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Im antiken Rom war die Geburt eines Kindes ein besonderes Ereignis, das in der Regel mit Freude und Dankbarkeit zelebriert wurde. Allerdings waren die Voraussetzungen fur Mutter und Kind keinesfalls mit der heutigen Situation vergleichbar, denn die fehlenden medizinischen und hygienischen Kenntnisse der damaligen Zeit begunstigten eine hohe Sterblichkeitsrate - vor, wahrend und nach der Geburt, und das quer durch alle Gesellschaftsschichten. Doch weshalb setzten sich romische Frauen trotz alledem mehrfach und immer wieder den todlichen Gefahren einer Geburt aus? Hatten sie uberhaupt eine Wahl und welche Rolle spielten sie dabei? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, wird in dieser Arbeit zunachst ein Ansatz aus verschiedenen Perspektiven gewahlt, um auf der Grundlage von verschiedenen Quellen, einen groben Uberblick uber die damaligen medizinischen Kenntnisse und Vorstellungen, die soziale Stellung der Frau in Gesellschaft und Familie und uber die rechtlichen Voraussetzungen in der damaligen Zeit zu geben. Darauf aufbauend wird dann konkret auf das Ereignis einer Geburt eingegangen. Dazu werden an dieser Stelle auch religiose Aspekte mitbetrachtet und in die Schilderung miteinbezogen. Anschlie end wird dann noch erortert, mit welchen Konsequenzen sich romische Frauen (und Manner) konfrontiert sahen, wenn eine Ehe kinderlos blieb und welche Moglichkeiten es gab, sich ungewollter Schwangerschaften und Kinder zu entledigen. Grundsatzlich soll in dieser Arbeit der Fokus vorwiegend auf der Rolle der Frau liegen, wobei es sich in einer mannlich dominierten Gesellschaft, wie es in der romischen Antike der Fall war, nicht vermeiden lasst, immer wieder auch auf den Einfluss und den Wirkungsbereich der Manner einzugehen. Denn wenn man sich mit Frauenbildern in der romischen Antike beschaftigt, so lasst sich feststellen, dass es zwar eine Vielzahl von Quellen und Darstellungen daruber gibt, wie Frauen damals gelebt haben. Dass es sich dabei aber fast ausschlie lich nur, um eine mannliche Perspektive handelt, die sich weitestgehend auf das Idealbild von romischen Frauen und ihre Lebensweise bezieht, lasst sich mit einer sehr einseitigen, mannerdominierten Quellenlage begrunden.