Richard Frey erbt von seinem Vater ein riesiges Vermogen, sieht aber keinen Sinn darin, dieses weiter zu vermehren und ein Leben im Luxus zu fuhren. Gemeinsam mit einem Professor nutzt er das Geld, um eine Kulturorganisation aufzubauen, deren Zweck darin besteht, aus der groen Zahl von Menschen besonders befahigte Kulturpersonlichkeiten auszuwahlen, die sich aus innerer Uberzeugung und mit ganzer Kraft fur das Wohl der Allgemeinheit einsetzen. Was anfangs belachelt wird, entwickelt eine Dynamik, der sich am Ende selbst Kaiser, Konige und Staatsprasidenten nicht entziehen konnen - mit der Folge, dass ein drohender Weltkrieg abgewendet wird. Die Geschichte, die im Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts spielt, wird ausschlie lich in Form von Zeitungsartikeln erzahlt. Dadurch vergisst man beim Lesen zuweilen, dass es sich um Fiktion handelt, und nicht um wirkliche Ereignisse. Die detaillierten Schilderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen, wie eine klug durchdachte Organisationsstruktur dazu fuhrt, dass sich die Menschen wieder auf eine Kultur des Miteinanders besinnen und den Krieg als Inbegriff der Unkultur uberwinden.