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Fundstucke aus dem Thorsberger Moor als Zeugnisse globaler Vernetzung
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Fundstucke aus dem Thorsberger Moor als Zeugnisse globaler Vernetzung

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Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Archaologie, Note: 1,5, Universitat Basel (Altertumswissenschaften), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thorsberger Moor in Suderbrarup in Schleswig-Holstein war im 3./4. Jh. n. Chr. ein wichtiger Kriegsbeute-Opferplatz im nichtromisch besetzten Germanien, an dem siegreiche Germanen die Militaria besiegter germanischer Gegner rituell zerstorten und anschliessend im Moor irreversibel versenkten. Viele der Thorsberger Militaria stammen aus dem Romischen Reich oder weisen, im Falle lokaler Produktion, bei Formgebung und Material visuelle Ahnlichkeiten und Parallelen zu romischen Militaria im romisch besetzten Gebiet auf, obwohl sich dieser Kriegsbeute-Opferplatz augenscheinlich weit ausserhalb des Romischen Reichs befand. Dies veranlasste die Thorsberg-Forschung dazu, von einer Ubernahme im Sinne eines Kulturtransfers, von einem romisch-germanischen Mischhorizont und von einer Vermischung romisch-germanischer Elemente zu sprechen. Im Zuge eines globalen Ansatzes soll kritisch uberpruft werden, inwiefern diese Argumentation auf Thorsberg anwendbar bleibt und welche Art der Vernetzung vorliegt. Ferner soll untersucht werden, wie sich die Ahnlichkeiten erklaren lassen und welche regionalen Neuschopfungen sich in Folge globaler Vernetzung an den Militaria erkennen lassen ( glocalisation ). Folgende Artefakte werden untersucht: Helme des Typs Heddernheim, Schwertgurte und Schwertgurtschliessen, Ortbander und der Maskenhelm. Der methodische Ansatz von Prof. M. J. Versluys (Uni Leiden/NL) bedient sich der Begriffe globlisation, glocalisation und appropriation, weist ihnen neue archaologische Definitionen zu und eroffnet so alternative Blickwinkel und vollig neue Perspektiven und Interpretationen fur Thorsberg-Funde. Globalisation erlaubt es der Forschung, sich von einem allzu engen Forschungsrahmen von der Fundstelle Thorsberg zu losen und dadurch ein besseres Verstandnis von ihrer Vernetzung im globalen Raum zu erhalten: Herauszoomen . Daruber hinaus konnen interpretationseinschrankende Container -Modelle nach dem Motto Was ist romisch, was germanisch? aufgebrochen und neutralere Deutungen von Artefakten angestrebt werden; denn die Objekte sind so Teil eines globalen bzw. lokalen Netzwerks. Auf diese Weise lassen sich Militaria aus allen Teilgebieten des globalen Raums als kulturell gleichwertige Artefakte auf Augenhohe begreifen.
Undertitel
Militaria des 3. Jahrhunderts nach Christus
Författare
Nicolas Strohla
ISBN
9783389072844
Språk
Tyska
Utgivningsdatum
2024-09-26
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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