Friede und Recht - mit keinem anderen Begriffspaar lassen sich Rechtfertigung und Anspruch mittelalterlicher Herrschaft besser beschreiben. In fruhmittelalterlichen Volksrechten (leges), Urkunden, Furstenspiegeln oder der Landfriedensbewegung dient es regelmaig als Legitimationsgrundlage und Tugendnachweis. Der Autor widmet sich den romischen und christlichen Wurzeln dieser mittelalterlichen Legitimationsstrategie. Er stellt die Entwurfe der antiken und fruhmittelalterlichen Literatur vom ersten vorchristlichen Jahrhundert bis zum siebten Jahrhundert dar. Neben der Rechtfertigung der Alleinherrschaft durch romisch-heidnische Autoren steht vor allem der Einfluss des Christentums im Mittelpunkt, der zuletzt in die romisch-christliche Herrschaftsideologie des Mittelalters einmundet.