Hans-Ulrich Kupper beschaftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss Wissen und Glauben auf das Entscheiden und Handeln haben. Dabei spannt er einen weiten Bogen durch Wissenschaft, Philosophie, Erkenntnistheorie und Theologie. Er geht davon aus, dass ein zentrales Merkmal der Betriebswirtschaftslehre die Uberprufbarkeit wissenschaftlicher Aussagen und die hohe Zuverlassigkeit von Wissen ist. Daruber hinaus stellt der Autor die Frage, inwieweit eine anwendungsorientierte Wissenschaft auch normative und moralische Fragestellungen einbeziehen sollte. Denn die Handlungen und Entscheidungen von Menschen, die in Organisationen tatig sind, werden stets von personlichen Wertvorstellungen, empirischem Wissen und nicht zuletzt vom eigenen Glauben beeinflusst. Die Analyse spannt einen weiten historischen Bogen, der auch philosophische, metaphysische sowie transzendente und religiose Konzepte umfasst. Damit schafft der Autor eine wertvolle Basis, um Entscheidungen und Handlungen im personlichen wie im unternehmerischen Kontext kritisch zu reflektieren.