Der deutsche Luftverkehr ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein stark wachsender Verkehrstrager und wurde besonders seit den 90er Jahren als unerlassliches Beforderungsmittel bestimmend fur die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Der Luftverkehr hat den Schienenverkehr, als Symbol der Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts, abgelost. Heute gilt der Luftverkehr als eine Schlusselindustrie fur den okonomischen Fortschritt und ist aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Stetig steigendes Verkehrsaufkommen verursacht nicht nur steigenden Nutzen, sondern bedingt ebenso zunehmende Probleme. Zu diesen zhlen Kapazittsengpsse an Flughfen und in der Luft, steigende Schadstoff- und Lrmemissionen, ebenso wie Unflle, Versptungen und erhhte Sicherheitsanforderungen. Diese Auswirkungen fhren zu steigenden Kosten des Luftverkehrs, so dass das Luftverkehrswachstum nicht mehr nur positiv zu bewerten ist. Des Weiteren werden die Kosten zum grten Teil nicht vom Luftverkehr selbst getragen, sondern von der Gesellschaft. Dieser Umstand ist nicht tragbar, so dass neben der Lsung der vom Luftverkehr verursachten Probleme, auch die Kosteninternalisierung Gegenstand der heutigen Debatten ist. Alle Fragen diesbezglich sind ungeklrt. Ziel dieser Arbeit ist es, ein Modell zur Berechnung der vom Luftverkehr insgesamt verursachten Kosten und Nutzen in Deutschland zu erstellen und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse eine Bewertung politischer Steuerungsmanahmen vorzunehmen. Dabei werden insbesondere die externen Kosten des Luftverkehrs nher untersucht und aufgezeigt, mit welchen Manahme eine verursachungsgerechte Internalisierung dieser Kosten zu gestalten ist.