Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1, Leopold-Franzens-Universitat Innsbruck (Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Sprache und Denken, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Seminararbeit soll der Einfluss des grammatikalischen Geschlechts - des Genus - auf das menschliche Denken sowie die Wahrnehmung, respektive mentale Reprasentation untersucht werden. In der bisherigen Forschungstradition innerhalb der Linguistik wurden die Auswirkungen der Sprache auf das Denken des Menschen anhand verschiedenster psycholinguistischer Experimente untersucht und bewiesen. Die gelaufigsten Bereiche, welche anhand jener Studien analysiert wurden sind die Folgenden: Raum, Zeit, Zahlen und Farben. Das grammatikalische Geschlecht, sprich das Genus fand in der gangigen Forschung allerdings nur wenig Beachtung. Die Fragestellung, ob sich das Genus mit einem Effekt auf das menschliche Denken niederschlagen kann bildet somit den Hauptbestandteil der Seminararbeit. Um jene Frage zu klaren, wird zunachst das grammatikalische Geschlecht definiert und seine Auswirkungen naher erklart. Daraufhin folgt ein praziser Einblick in den aktuellen Forschungsstand zu der Thematik. Um das Verhaltnis zwischen der Sprache und dem Denken in der Folge genauer untersuchen zu konnen, wird jene wechselseitige Beziehung erlautert. Anschlie end wird die Verbindung zwischen Genus und Denken naher analysiert; hierbei wird auf die Experimente, die im Rahmen der Untersuchung von Boroditsky et al. im Jahr 2003 durchgefuhrt wurden, referiert und diese sowie deren Auswirkungen ausfuhrlich beschrieben. Abschlie end soll eine kritische Reflexion zu der Thematik durchgefuhrt werden, wobei jene durch ein finales Fazit sowie einem Ausblick erganzt wird.