Bachelorarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Jura - Steuerrecht, Note: 2,3, FOM Hochschule fur Oekonomie & Management gemeinnutzige GmbH, Dortmund fruher Fachhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Ergebnis soll diese Arbeit aufzeigen, wie die Einkunfteermittlung bei der Vermietung von Ferienwohnungen vorgeht. Hauptziel ist die Differenzierung bei den Vermietungseinkunften als Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung und als Einkunfte aus Gewerbebetrieb. Aus der Einstufung ergeben sich unterschiedliche Ermittlungen und Ansatze bei den Einkunftsarten. Die Entscheidung daruber fuhrt zwischen dem Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung in vielen Fallen zu Streitpunkten. Eine genaue Beurteilung und Dokumentation ist hier notwendig. Mit Hilfe dieser Arbeit soll die Entscheidung uber die Einstufung erleichtert werden. Neben der Einstufung wird auch die Einkunfteerzielungsabsicht in diesem Zusammenhang naher erlautert. Eine Steuerpflicht kann erst angenommen werden, wenn diese erfullt ist. Die Vermietung von Ferienwohnungen wird immer beliebter. Das Angebot auf Plattformen wie Airbnb steigt taglich. Bei der Webseite Airbnb handelt es sich um eine Sharing-Plattform, auf der Privatpersonen gesamte Unterkunfte, Zimmer oder Schlafplatze anbieten. Reisende konnen uber diese Plattform direkt beim Gastgeber buchen. Die Anzahl der angebotenen Unterkunfte ist in den letzten Jahren stark gestiegen. 2014 lag die Anzahl an angebotenen Unterkunften bei 26.000 Stuck und 2019 bereits bei 160.000 Stuck. Es wird deutlich, dass der Gro enumfang der erzielten Einkunfte aus der Kurzzeitvermietung stark zunimmt. Zwischen Finanzverwaltung und Steuerpflichtigen stellt sich in der Praxis oft ein Streitpunkt dar, wie die erwirtschafteten Einkunfte aus der Ferienwohnung beim Steuerpflichtigen zu erklaren sind. Die steuerliche Betrachtung muss dabei genau gepruft werden. Die Einkunfte konnen entweder als Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung oder als Einkunfte aus Gewerbebetrieb eingestuft werden. Die Einstufung hat fur den Steuerpflichtigen unterschiedliche steuerliche Folgen. Um Geldstrafen zu vermeiden, sollten die steuerlichen Aspekte im Vorfeld genau gepruft werden. Fur den Steuerpflichtigen stellt sich eine nachtragliche Einstufung als gewerbliche Tatigkeit durch ein Gericht nicht vorteilhaft dar.