Dieses Buch wagt einen Neuanfang in der philosophischen Debatte uber die Referenz von Eigennamen. Letztlich behandelt es daher folgende Frage: Welche Information ubermittle ich meinem Gegenuber, wenn ich einen Namen auere, etwa Munchen ? In Bezug auf diese Frage beherrschten lange Zeit zwei gegensatzliche Ansichten das Geschehen: Die einen sagen, ein referierender Ausdruck wie Munchen kommuniziert Erfullungsbedingungen und referiert dann eben auf dasjenige Objekt, das dieser Bedingung entspricht. Die anderen behaupten das Gegenteil: Erfullungsbedingungen durfen uberhaupt keine Rolle bei der Frage spielen, welche Informationen ein Eigenname transportiert und wie er referiert. Dieses Buch eroffnet einen neuen, dritten Weg: Wir sollten Referenz daruber erklaren, welche Bedingungen ein referierender Ausdruck erfullt - und nicht sein Referent. Die Grundlage, diesen Gedanken fruchtbar zu machen, besteht in einer radikalen Interpretation der Beziehung von direkter Referenz und Starrheit: Beide Konzepte sind identisch.