Nicht erst seit die Landwirte mit ihren Treckern 2024 die Straen lahmlegten, wurde sichtbar: Stadt und Land sind auseinandergedriftet. Doch diese Spaltung ist gefahrlich angesichts der aktuellen Herausforderungen, von der Ernahrungs- und Energiesicherheit uber Mobilitatsfragen bis hin zum demografischen Wandel. Und sie lebt vor allem von Klischees. Andreas Moller kennt die Lebensrealitaten auf dem Land genau und widerspricht klar der Erzahlung von den wirtschaftlich und gesellschaftlich ruckstandigen Regionen: Das Land ist weder abgehangt, noch lasst sich der Strukturwandel durch Transformationsrhetorik beheben. Moller fuhrt uns eine Schieflage vor Augen, die weite Teile unserer Wirtschaft umfasst, und legt dar, wie viele Stimmen in den Debatten um Stadt und Land ubergangen wurden. Eine scharfsichtige Analyse, die zeigt, was zu tun ist - und warum eine ernst gemeinte Kommunikation uber die Graben hinweg notiger ist denn je.