Masterarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Politik - Region: Osteuropa, Note: 1,7, Universitat Passau (Jean-Monnet-Lehrstuhl fur Europaische Politik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die aktuellen Beziehungen zwischen der EU und Russland konnen bestenfalls noch als interessen- beziehungsweise energiebasiert definiert werden, wobei eine gemeinsame Norm- und Wertekomponente fehlt. Diese Arbeit soll einen Uberblick uber die bisher erfolgten Manahmen zur Norm- und Wertubertragung nach Russland zur Verfugung stellen. Dies kann als Orientierung fur zukunftige Manahmen der EU, unter moglicherweise in der Zukunft geanderten Rahmenbedingungen, dienen. Es soll die Forschungsfrage beantwortet werden, welche Ma nahmen die EU seit der Auflosung der Sowjetunion angewandt hat, um Russland zu einer Norm- und Wertadaption des EU-Besitzstandes zu bewegen. Nachgeordnete Leitfragen sind zum einen die Ermittlung, ob unterschiedliche External Governance-Modi fur verschiedene Politikbereiche genutzt wurden. Zum anderen soll die Frage beantwortet werden, welche Normen und Werte durch die Ma nahmen der EU fokussiert wurden und ob es zu einer Verbindung von soziopolitisch und technisch-wirtschaftlichen low politics mit high politics Thematiken in den einzelnen Ma nahmen kam. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird der bisherige Forschungsstand zu den EU-Russland Beziehungen und den External Governance Anstrengungen der EU gegenuber Russland aufgearbeitet, bevor der Handlungsrahmen, der sich der EU bei ihrem Agieren gegenuber Russland bietet, aufgezeigt wird. Anschlie end wird das Kooperationsinteresse Russlands und der EU empirisch herausgearbeitet und gegenubergestellt. Schlie lich wird das External Governance Konzept theoretisch aufbereitet, mit dem die Norm- und Wertubertragungsanstrengungen der EU analysiert werden. Im Anschluss erfolgt die Herausarbeitung des methodischen Vorgehens, wobei zunachst die einzubeziehenden Datengrundlagen erortert werden und anschlie end in Form der qualitativen Inhaltsanalyse eine Methode zur Herausarbeitung der normativen, werteinharenten und governancespezifischen Charakteristik der Ma nahmen erarbeitet wird. Darauf wird die erarbeitete Methodik schlie lich angewendet und die von der EU getroffenen Ma nahmen anhand von zwolf Vereinbarungen aus den drei Bereichen der okonomischen Kooperation, der Bildung und Wissenschaft und der au eren Sicherheit analysiert. Die hierbei erzielten Ergebnisse werden schlie lich in einer Schlussbetrachtung aufbereitet, es wird eine Beantwortung der gestellten Forschungsfrage vorgenommen und ein Ausblick auf die zukunftigen EU-Russland Beziehungen gegeben.