Bachelorarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich BWL - Bank, Borse, Versicherung, Note: 1,9, Duale Hochschule Baden-Wurttemberg, Villingen-Schwenningen, fruher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bachelorarbeit untersucht eine mogliche irrationale Uberbewertung von Borsengangen nach Eintreten der Corona-Pandemie. Dabei werden zunachst die gangigsten Arten von Borsengangen und Modellen zur Unternehmensbewertung vorgestellt. Im Anschluss daran wird anhand der Beispiele Siemens Energy, Airbnb und Oatly eine mogliche Uberbewertung des Borsengangs untersucht. Dafur erfolgt ein Vergleich der Borsenkursentwicklung der Beispielunternehmen mit einem Referenzindex. Die Ergebnisse der Untersuchung werden danach mit historischen Daten verglichen und anhand mathematischer Modelle (Granger-Kausalitat) erklart. Wenn ein Unternehmen bei seinem Borsengang mit einem fiktiven Wert bewertet wird, der dessen tatsachliche Ertragskraft nicht korrekt wiedergibt, sind starke Kursverluste am ersten Handelstag oder kurze Zeit danach ggfs. die Folge. Das zeigt sich z. B. an dem IPO des britischen Essenszulieferers Deliveroo, wobei die Aktie am ersten Handelstag 30% an Wert verloren hat. Dabei fiel der Ausgabepreis bereits geringer aus als geplant. Das bedeutet einen Schaden fur die Altaktionare und diejenigen, die die Aktie vor dem Handelsbeginn auf dem Sekundarmarkt zeichnen konnten. Die Arten, wie Unternehmen bei einem Borsengang bewertet werden konnen, sollen spater in dieser Arbeit behandelt werden. Dabei muss aber auch die Frage inkludiert werden, ob man mit einer Unternehmensbewertung nach allgemeinen Standards uberhaupt zu einem angemessenen Wert als Grundlage fur eine Investitionsentscheidung hatte kommen konnen. Da das Management des Unternehmens bei der Festlegung des endgultigen Preises in Zusammenhang mit dem Bookrunner einen gewissen Einfluss nehmen kann, ist dies nicht zwingend notwendig.