Seit langem umstritten, regelt 55 JGG eine weitgehende Rechtsmittelbeschrankung im Jugendstrafrecht. Begrundet wird diese Sonderregelung mit der scheinbar einleuchtenden Forderung, dass die Strafe der Tat moglichst auf dem Fue"e; folgen musse, um erzieherisch wirksam zu sein.Diese Publikation greift die Kritik an 55 JGG auf und zeichnet zunchst die historischen Wurzeln der Rechtsmittelbeschrnkung nach. Sodann prft sie die Legitimation der gesetzgeberischen Begrndung u. a. anhand von gegenlufigen Erkenntnissen aus der Verhaltenspsychologie. Verste gegen hherrangiges Recht fhren zu dem Appell, die Ausnahmevorschrift zeitnah zu streichen. Abschlieend werden auch die mglichen Konsequenzen, die mit einer Abschaffung der Rechtsmittelbeschrnkung einhergehen, beleuchtet.