"e;Der Zerbrochene Segen - Warum wir Porzellan zerschlagen um glucklich zu werden"e; untersucht eines der lautesten und zerstorerischsten Rituale der deutschen Kultur: den Polterabend. Wahrend Hochzeiten heute oft durchgestylte Events sind, ist der Polterabend ein archaisches Relikt. Das Buch geht der Frage nach, warum wir glauben, dass Scherben Gluck bringen - aber nur, wenn es kein Glas ist. Die Kulturwissenschaftlerin Hanna Scherbe grabt tief in den vorchristlichen Wurzeln dieses Brauchs. Ursprunglich diente der Larm ("e;Poltern"e;) dazu, bose Geister zu vertreiben, die das junge Paar bedrohen konnten. Das Zerschlagen von Ton und Porzellan war ein Opferritual, ein symbolisches "e;Sterben"e; des Alten, um Platz fur das Neue zu machen. "e;Der Zerbrochene Segen"e; analysiert auch die psychologische Funktion: Das gemeinsame Auffegen der Scherben durch das Brautpaar ist die erste Bewahrungsprobe der Ehe eine Metapher dafur, dass man schwierige Aufgaben nur gemeinsam losen kann. Das Buch zeigt, wie sich in diesem wilden Scherbenhaufen uralte Magie und moderne Sozialpsychologie treffen.