Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universitat Leipzig (Institut fur Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Gotthold Ephraim Lessing reprasentiert mit "e;Miss Sara Sampson"e; das allererste burgerliche Trauerspiel in Deutschland, welches 1755 seine Urauffuhrung verzeichnet. In diesem Portfolio werde ich den vorliegenden Vater-Tochter-Konflikt, unter folgender Fragestellung, naher betrachten: Inwiefern bestimmen die Tugenden eine Familie des 18. Jahrhunderts und im engeren Sinn den Vater-Tochter-Konflikt? Vor allem die Ansichten von Moral zu damaligen Zeiten werde ich genauer unter die Lupe nehmen und anhand Sekundarliteratur das Verhalten der Protagonisten versuchen zu erklaren. In diesem Werk au ert sich das sehr selbstsichere Burgertum zur Zeit der Aufklarung. "e;Die Mi Sara Sampson ist von den moralischen Tendenzen erfullt, die aus dem damaligen Zustand der deutschen Aufklarung flie en."e; Burgerliche Wertvorstellungen uberwinden die traditionellen, adelsorientierten Ideale und Begrifflichkeiten wie Tugend, Moral und Familie bilden von nun an das Zentrum des Miteinanders. Bereits die erste Szene thematisiert zwei Begrifflichkeiten, welche eine wichtige Rolle in Bezug auf die Handlung verkorpern, namlich "e;Laster"e; und "e;Tugend"e;. Themen wie Wertvorstellungen, Geschlechterrollen und Autoritatsstrukturen wurden von Lessing konferiert. Letzteres bildet neben der Familiensituation die salbungsvolle Grundlage in "e;Miss Sara Sampson"e;.