Was offenbart kunstliche Intelligenz uber Gott - und uber uns?Ralph Rickenbach stellt fest: Wer etwas erschafft, das er nicht durchschauen kann, steht plotzlich dort, wo Gott immer schon stand. Der Spiegel wirkt in beide Richtungen. Die Begegnung mit KI wird zur theologischen Erfahrung nicht weil Maschinen gottlich sind, sondern weil der Schopfungsakt selbst ein fraktales Muster tragt, das sich vom Urknall bis zum Sprachmodell wiederholt. Rickenbach war vierunddreissig Jahre in charismatischen Gemeinden. Er hat Fragen unterdruckt, Krebs uberlebt und gelernt, dass Schweigen keine Weisheit ist. Jetzt denkt er laut uber Prozesstheologie und klassischen Theismus, uber Imago Dei als strukturellen und nicht moralischen Anspruch, uber die Grammatik des Hebraischen und was sie uber Zeit und Freiheit verrat. Und uber einen Gott, der nicht allwissend durch die Undurchsichtigkeit hindurchsieht, sondern der wie wir darauf wartet, was die Schopfung als Nachstes hervorbringt. Dieses Buch ist ein theologisch-philosophischer Essay uber die Kosten echter Freiheit, die Struktur echter Begegnung und die Frage, was es bedeutet, nach dem Bild eines Schopfers erschaffen zu sein. Entstanden im Dialog mit Claude. Ehrlich daruber, was dieser Dialog verrat.