"e;Der Konservierte Verrat - Wie die Stasi den Korpergeruch ihrer Feinde archivierte"e; beleuchtet eine der intimsten und bizarrsten Methoden der Uberwachung in der DDR. Das Ministerium fur Staatssicherheit (Stasi) begnugte sich nicht damit, Telefone abzuhoren oder Briefe zu offnen. In einem perfiden System der totalen Erfassung legte der Geheimdienst ein riesiges Archiv von "e;Geruchskonserven"e; an. Der Historiker Klaus Jager beschreibt das Verfahren: Verdachtige Dissidenten wurden unter einem Vorwand zur Befragung vorgeladen. Wahrend sie auf einem Stuhl sa en, war unter dem Polster ein spezielles Tuch versteckt, das ihren Angstschwei aufnahm. Dieses Tuch wurde anschlie end in ein luftdichtes Einmachglas gesteckt, beschriftet und in den Regalen der Behorde gelagert. Das Ziel war es, im Falle einer Flucht oder des Untertauchens spezialisierte Geruchshunde auf die Fahrte der "e;Feinde des Sozialismus"e; ansetzen zu konnen. Das Buch analysiert die psychologische Dimension dieses Eingriffs: Es war der Versuch, den Menschen bis in seine biologische Existenz hinein zu besitzen. "e;Der Konservierte Verrat"e; ist ein beklemmendes Dokument deutscher Paranoia und zeigt, wie ein Staat versuchte, die Fluchtigkeit des Geruchs in eine Waffe gegen die Freiheit zu verwandeln.