Seit funfzig Jahren gehort Dominik Graf zu den pragenden Stimmen des deutschen Kinos und Fernsehens. Als Regisseur, Autor, Essayist und Chronist hat er Genres neu gedacht, Sehgewohnheiten erschuttert und dem deutschen Polizeifilm ebenso wie dem Historien- und Essayfilm eine neue Radikalitat verliehen. In diesem ausfuhrlichen Gesprach blickt Graf auf sein Werk, seine asthetischen Entscheidungen und die Bedingungen des Filmemachens in Deutschland zuruck. Es geht um Autorschaft und kunstlerische Komplizenschaft, um Klang, Korper, Raume und Rhythmen, um das Verhaltnis von Kino und Fernsehen, von West- und Ostdeutschland, von Erinnerung und Gegenwart. Entstanden ist ein vielschichtiges Portrat eines eigensinnigen Filmemachers und zugleich eine personliche Mediengeschichte der Bundesrepublik.