Das Gesetz uber den Rechtsschutz bei uberlangen Gerichtsverfahren soll eine im deutschen Recht bestehende Rechtsschutzlucke schlieen. Die bisherigen Rechtsschutz-moglichkeiten gegen uberlange Verfahrensdauer haben den Anforderungen der EMRK und der Rechtsprechung des EGMR nicht entsprochen. Diese Arbeit untersucht die Anspruchsvoraussetzungen und Rechtsfolgen sowie die prozessualen Gesichtspunkte der Entschadigungsregelung, die als einheitlicher Rechtsbehelf in allen Gerichtsbarkeiten ausgestaltet ist. Zentrale Frage ist dabei, anhand welcher Kriterien die Angemessenheit der Verfahrensdauer zu bestimmen ist. Von besonderer Bedeutung ist ferner die Verzogerungsruge, deren Erhebung im Ausgangsverfahren Voraussetzung fur einen Anspruch aus 198 GVG ist.