Die anhaltende Staatsschuldenkrise in Europa und der demografische Wandel in Deutschland sind neben der Energiewende die derzeitig wichtigsten Handlungsfelder der Bundesregierung. Die Staatsschulden sind so hoch wie nie zuvor und unter anderem das Ergebnis einer stark rucklaufigen Bevolkerungsentwicklung. Die Menschen werden immer alter. Die Gesellschaft schrumpft unaufhaltsam. Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich und die Geburtenrate in Deutschland verzeichnet die niedrigsten Werte weltweit. Die Fakten sind eindeutig: Die Bevolkerung wird von aktuell 82 Millionen Menschen auf rund 65 bis 70 Millionen im Jahr 2050 sinken. Neben dieser Entwicklung wird bereits in den nachsten 10 Jahren ein erheblicher Alterungsprozess zu beobachten sein. Durch die regressive Bevolkerungsentwicklung resultieren neben einem steigenden Schuldenberg vor allem die Gefahrdung der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme und die Gefahrdung der Stabilitat der Volkswirtschaft. Die ruckgangige Geburtenzahl fuhrt zu einem verringerten Arbeitskrafteangebot und somit auch zu einer sinkenden Produktivitat auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Zahl der erwerbsfahigen Personen wird bis zum Jahr 2050 von aktuell rund 50 Millionen auf 35 bis 39 Millionen sinken und somit das Angebot an qualifizierten Fachkraften mindern. Um Deutschlands Volkswirtschaft im internationalen Vergleich konkurrenzfahig halten zu konnen, mussen dringend Manahmen ergriffen werden, die entweder die Arbeitsproduktivitat erhohen oder das Erwerbspersonenpotential auf dem Arbeitsmarkt ausschopfen. Im Mittelpunkt dieser Anstrengungen sollten insbesondere die Steuerbarkeit der Geburtenrate durch staatliche Familienforderung und die Notwendigkeit der Kapitaldeckung im deutschen Sozialversicherungssystem stehen.