Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht, Note: 10,0, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, Veranstaltung: Schwerpunktseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit behandelt das ubernahmerechtliche Pflichtangebot nach den 35 ff. WpUG im Kontext der COVID-19-Krise. Im Sog des durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen Corona-Crashs sind die Aktienkurse borsennotierter Gesellschaften mit uberwaltigender Mehrheit dahingeschmolzen. Traditionsunternehmen wie die Deutsche Lufthansa AG verzeichneten beispiellose Kursverfalle. Die Bundesregierung befurchtete unterdessen eine steigende Investitionstatigkeit insbesondere au ereuropaischer Investoren, die die erheblich verminderte Marktkapitalisierung im Rahmen einer buchstablichen Schappchenjagd zum gunstigen Beteiligungserwerb ausnutzen konnten. Neben einer Verscharfung der Au enwirtschaftsverordnung begegnete das BMWi den wirtschaftlichen Herausforderungen der COVID-19-Krise auch durch die Etablierung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), der pandemiebedingt geschwachten Unternehmen die Moglichkeit einraumt, staatliche Stabilisierungsma nahmen in Anspruch zu nehmen. Vor diesem Hintergrund wird nachfolgend unter vereinzelter Berucksichtigung der krisenbedingten Gesetzgebung auf das ubernahmerechtliche Pflichtangebot nach den 35 ff. WpUG eingegangen.