Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,7, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg (Institut fur Geschichte), Veranstaltung: Alter und Altern im Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit beschaftigt sich mit dem Zeitraum des Fruhmittelalters vor dem 12. Jahrhundert und uberpruft die These der Zeitenwende im Umgang mit Kindern anhand der ihr zugeschriebenen Merkmale. Dafur wurden ausgewahlte Quellen, welche die Thematik der Kindheit im Mittelalter im Kontext der Bildung thematisieren, betrachtet. Durch die Reflexion der historischen Entwicklungen und der Untersuchungsergebnisse soll sich am Ende der Arbeit herausstellen, ob die dem Wendepunkt zugeschriebenen Merkmale bereits den Quellen aus dem mittelalterlichen Zeitraum vor dem 12. Jahrhundert entnommen werden und moglicherweise schon fruhere Anzeichen fur eine solche Entwicklung offenbaren konnen. "e;Infantia, augmentum, senectus"e;. Bei der Frage nach dem Verhaltnis der mittelalterlichen Gesellschaft zum Lebensabschnitt der Kindheit nehmen Historiker teils gegensatzliche Positionen ein. Kindheit im Mittelalter: Hohe Sterblichkeit, keine Schulbildung. Eine solche Thematik mag pauschalisierend wirken, betrifft sie doch unterschiedliche Regionen. Neben anderen Forschenden stellte die Historikerin Martina Winkler jedoch fest, dass pauschale Aussagen uber das westeuropaische Mittelalter aufgrund ahnlicher Entwicklungen durchaus begrundet seien. Chronologisch treffe dies jedoch nicht zu. Die Historiker konstituieren fur den Zeitraum ab dem 12. Jahrhundert eine Zeitenwende hin zu einer Akzeptanz der Andersartigkeit von Kindheit. In den Quellen finden sie nun ofter Beschreibungen von emotionalen Verhaltnissen zwischen Eltern und ihren Kindern. Doch wie verhalt sich dies mit der Schulbildung? Auch in Bildungskontexten muss sich dieser Wendepunkt gezeigt haben.