Burgschaftsbanken sind privatwirtschaftlich organisierte Selbsthilfeeinrichtungen des Mittelstandes und werden von Banken, Sparkassen, Kammern und Verbanden getragen. Die angebotenen Burgschaften sollen Finanzierungen ermoglichen, die sonst an fehlenden Sicherheiten scheitern. In der aktuellen Form ist dies jedoch nur moglich, da Bund und Lander die Burgschaftsbanken massiv unterstutzen. Ahnliche Institutionen gibt es vor allem in Kontinentaleuropa und Asien; in Lateinamerika befinden sie sich im Aufbau. In seiner Studie entwickelt Dirk Kramer neue theoretische Aspekte der Burgschaftsbanken. Dabei zeigt er unter anderem Parallelen zu Cash-Flows und der Risikostruktur von Versicherungen auf. Kern seiner Untersuchung ist eine tiefgreifende Analyse des Anreizsystems und der Forderstruktur der Burgschaftsbanken. Sie erweisen sich als komplexes, aber uberaus interessantes Forderinstrument in Bezug auf Kreditrationierung oder Kreditklemmen. Detaillierte Beschreibungen der empirischen Forschung in der Region Berlin-Brandenburg untermauern die Ergebnisse.