Eine beruhrende literarische Reflexion uber judische Erinnerung und Gegenwart: Die Psychologin Marina Chernivsky beschreibt, warum der 7. Oktober 2023 fur die judische Gemeinschaft einen tiefen Bruch darstellt, der durch soziale Kalte und Antisemitismus noch vertieft wird. Sie schreibt von Zeiten, die nicht vergehen, und Orten, die nachleben. In einer bildhaften Sprache schildert sie, wie die Vergangenheit fortwirkt und welche Herausforderungen die Gegenwart mit sich bringt. Mit Bruchzeiten legt sie ein Buch vor, das autobiographische Erzahlungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen verwebt. Ein eindringliches Portrat uber das Leben in einer Welt, die in Fragmente zerfallen ist und nur aus ihren Bruchstellen heraus verstanden werden kann. Durch den 7. Oktober, so schreibt sie, ist Juden vor Augen gefuhrt worden, was es bedeutet, wenn Hetze, Hame und Opfer-Tater-Umkehr unwidersprochen bleiben.