Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts traten aus dem breiten Lesepublikum Karl Mays vier junge Menschen in Erscheinung, die dem Schriftsteller in besonderer Weise nahestanden und sich in der Zeit der zermurbenden Presse- und Prozesshetze fur ihn engagierten: die Geschwister Marie und Ferdinand Hannes, Lu Fritsch und Willy Einsle. Dazu gesellte sich nach einiger Zeit noch der Philologe und Padagoge Dr. Adolf Droop, der auch bereits eine wissenschaftliche Analyse von Mays Reiseerzahlungen veroffentlicht hatte. Diese funf Verehrer standen Karl May geistig und seelisch derart nahe, dass seine zweite Ehefrau Klara sie als seine "e;Kinder"e; bezeichnete. Die umfangreiche Korrespondenz der 'Kinder' mit Karl und Klara May wird in dieser zweibandigen, kritisch kommentierten Edition erstmals - und soweit moglich vollstandig - veroffentlicht. Die vorgestellten Briefe bieten nicht nur wichtige und spannende, sondern auch bewegende, sehr private Einblicke in die Personlichkeit des popularen Schriftstellers; sie dokumentieren uberdies das fur Mays Biografie sehr bedeutende Engagement der 'Kinder' fur den literarischen 'Outlaw' und ihre unermudlichen, z.T. auch recht abenteuerlichen Bemuhungen, den vielfach beschuldigten und geschmahten Autor offentlich zu rehabilitieren. Mit einem ausfuhrlichen Vorwort von Prof. Dr. Hartmut Vollmer.