Der Schauspielerin Karoline Kummerfeld (1742-1815) verdanken wir nicht nur ihre beiden Selbstzeugnisse von 1782 und 1793, sie hinterlie auch zahlreiche weitere Schriften. Ihre Briefe, ihre Nahjournale und ihre "e;Samlung vermischter ungedruckter Gedancke"e;, die nun erstmals veroffentlicht werden, beleuchten die drei letzten Jahrzehnte ihres Lebens, die sie in Weimar verbracht hat. Erganzt wird die Edition durch eine Spurenlese, in der die Geschichte des von ihr erfundenen heilenden Kummerfeld'schen Waschwassers nachgezeichnet wird. Auerdem werden die Ratsmadelgeschichten vorgestellt, in denen die Schriftstellerin Helene Boehlau um die Wende zum 20. Jahrhundert die Erinnerungen ihrer Gromutter, die Nahschulerin bei der "e;alten Kummerfelden"e; war, phantasievoll gestaltet hat. Die Historikerinnen Prof. Dr. Claudia Ulbrich und Dr. Gudrun Emberger haben sich im Rahmen eines DFG-Projektes jahrelang mit der Herausgabe der Schriften von Karoline Kummerfeld beschaftigt und unter Mitarbeit von Dr. Uwe Jens Wandel ( ) erstmals ihr Leben in Weimar erforscht.