Kleines Madchen, nimm dich in Acht. Der schwarze Rabe uber dich wacht. Ist immer zur Stelle, wenn du ihn rufst, aber wutend wird er, wenn du ihn suchst. Kleiner Junge, gib brav Acht. Der schwarze Rabe fliegt in der Nacht. Hat immer einen wachsamen Blick zu dir, doch such nicht nach ihm, sonst straft er es dir. Sie sagten, unser Dorf sei zu klein, um der Tocerasplage zum Opfer zu fallen. Sie haben sich geirrt. Die heuschreckenahnlichen Wesen haben sich in unseren Mauern eingenistet. Wenn der Winter voruber ist, werden unsere Vorrate verschwunden und unsere Hauser nur noch Ruinen sein. Wenn uberhaupt jemand von uns uberlebt, ware das ein Wunder. Unsere einzige Hoffnung ist der Rabenkonig eine Legende, ein Flustern im Dunkeln. Noch hat ihn niemand gefunden. Doch ausgerechnet ich, die nicht an ihn glaubt, soll ihn suchen. Aber was, wenn es ihn nicht gibt? Selbst wenn ich einer der Raben bin, kann ich dich nicht zu ihm bringen. Er klang verzweifelt, beinah hilflos. Es geht nicht! Sein warmer Atem streifte meine kalte Haut und trieb mir eine Gansehaut uber den Korper.