Masterarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Didaktik fur das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF, Note: 1,15, Universitat Kassel (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache), Sprache: Deutsch, Abstract: Als chinesische Muttersprachlerin mit mehrjahriger Deutschlernerfahrung und einiger Deutschlehrerfahrung in China beobachtet die Verfasserin der vorliegenden Arbeit haufig die Besonderheiten der Aussprache chinesischer Deutschlernender. Das Phanomen, dass nordchinesische Deutschlernende tendenziell groere Schwierigkeiten und Probleme bei der Produktion der deutschen E-Laute aufweisen als sudchinesische Lernende, erweckte das Forschungsinteresse der Verfasserin. Um die eigene Beobachtung des beschriebenen Phanomens zu uberprufen, fuhrte die Verfasserin eine empirische Untersuchung durch. Dabei ging es um eine Tonaufzeichnung mit 14 chinesischen ProbandInnen (7 aus Nordchina und 7 aus Sudchina) und eine Beurteilungsphase der Aussprache der Probanden durch 8 deutsche MuttersprachlerInnen. Alle eigens entwickelten Instrumente (u. a. Aufnahmematerial, Bewertungsbogen) basieren auf den relevanten Kenntnissen der deutschen Vokale hinsichtlich der Parameter "e;Zungenstellung"e;, "e;Lippenrundung"e; sowie "e;Quantitat"e; und "e;Qualitat"e;. Anhand der Untersuchungsergebnisse identifiziert die Verfasserin die jeweiligen Problembereiche der Deutschlernenden aus Nord- und Sudchina bei den E-Lauten und schlagt eine Reihe von Ausspracheubungen und Trainingsmethoden vor, die zur Verbesserung der ermittelten Abweichungen beitragen konnen. Dazu zahlen z. B. der Einsatz visueller und motorischer Ansatze, die Einfuhrung der digitalen Medien und die Optimierung traditioneller Ubungsformate wie einfacher Horubungen usw. Zudem werden auch im Schlussteil Reflexionen aus Perspektive der chinesischen DaF-Lehrkrafte uber die existierende Problematik bei ihrer Aussprachevermittlung gemacht und geeignete didaktisch-methodische Empfehlungen gegeben.