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Asthetische Regime um 1800
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Asthetische Regime um 1800

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Um 1800 schlagt die Stunde der Kunst: Schillers 'asthetischer Staat' - das zeigen die Beitrage der momentan wohl profiliertesten Denker des Politischen - ist nur ein Modell einer neuen asthetischen Praxis der Expansion, die sich am Umgang mit dem Ereignishaften, Kontingenten und Alltaglichen darstellen lasst. Kunst und Politik werden traditionell unterschiedlichen Spharen zugeordnet. Moderne Asthetiktheorien beharren auf einer radikalen Autonomie von Kunst und mitunter auf ihrer gesellschaftskritischen Potenz. Aber schon zu Beginn des Kunstprogramms um 1800 lassen sich Effekte einer wechselseitigen Uberschreitung beobachten. Denn nach dem Ende der 'Erzahlung vom Konig' (Louis Marin) und dem reprasentativen Regime der Souveranitat wird im Zuge der Franzosischen Revolution auch ein neues asthetisches Wissen vom Politischen generiert. Diese Entwicklung lasst sich keineswegs auf das Projekt vom 'asthetischen Staat' (Friedrich Schiller) reduzieren, sondern wird am Umgang mit dem Ereignishaften, Kontingenten und Alltaglichen sichtbar. Impulse zu einer genaueren Beschreibung dieser Entwicklung liefern Jacques Rancieres Uberlegungen zu einer 'Aufteilung des Sinnlichen'. Die 'asthetischen Regime' legen die Kunst dabei weder auf die Funktion der Reprasentation noch auch auf den Widerspruch zur institutionalisierten Politik fest, sondern bezeichnen einen Ort, an dem sich die exzessive Mimesis an allen Dingen, Praxen und Ereignissen der Gesellschaft manifestiert.
ISBN
9783846747438
Språk
Tyska
Utgivningsdatum
2019-10-07
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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