Bachelorarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wird die Rolle von Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe als Unterstutzungspersonen fur Menschen mit Behinderungen im Bereich der Sexualitat betrachtet. Letztere sind haufig auf Hilfe angewiesen, um selbstbestimmt ihre Sexualitat leben zu konnen. Externe sexuelle Dienstleistungen, wie Prostitution oder Sexualbegleitung, sind oft nicht realisierbar. Dies fuhrt in der Praxis dazu, dass Mitarbeitende haufig diese Rolle mit groer Unsicherheit einnehmen. Denn dabei stehen sie Barrieren gegenuber, die eine Umsetzung der aktiven Sexualassistenz fur Menschen mit Behinderungen erschweren. Ziel ist es, die Barrieren zu identifizieren und Losungen zur Uberwindung der Barrieren zu erarbeiten. Mittels Literaturrecherche und qualitativer Sozialforschung konnten anhand von Interviews mit Expert:innen qualitative Ergebnisse gewonnen werden. Deren Analyse bestatigen die Hypothese, dass Barrieren, wie unklare gesetzliche Rahmenbedingungen, unzureichende Konzeptionen der Trager, fehlende Bildungsformate, unterschiedliche Haltungen im Team und der Fokus auf Gewaltschutz existieren. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass eine Losungsfindung bei sexuellem Assistenzbedarf nicht als alleiniger Auftrag bei den Mitarbeitenden zu platzieren gilt. Vielmehr mussen Gesetzgebung, Bildungseinrichtungen und Trager der Eingliederungshilfe hier Richtlinien und Handlungsempfehlungen schaffen, damit Sexualassistenz durch Mitarbeitende legitim im Alltag der Eingliederungshilfe umsetzbar ist. Daruber hinaus braucht es eine Differenzierung im Begriff der sexuellen Assistenz.