Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der mittelbaren Diskriminierung von Frauen aufgrund struktureller Diskriminierung sowie dem Prinzip der substantiellen Chancengleichheit als Auspragung der austeilenden Gerechtigkeit (iustitia distributiva) und seiner Bedeutung fur das gemeinschafts- und verfassungsrechtliche Verbot der mittelbaren Diskriminierung. Ein Schwerpunkt ist die Frage der objektiven Rechtfertigung einer mittelbar diskriminierenden Regelung, denn hieran wird der Konflikt zwischen dem Anspruch des materiellen Verbots als Auspragung der iustitia distributiva und seiner tatsachlichen Realisierung besonders deutlich. Thematisiert werden zudem die Beweislastverteilung im Prozess um mittelbare Diskriminierungen sowie die Rechtsprechung des EuGH zum Ausschluss Teilzeitbeschaftigter von den betrieblichen Systemen der sozialen Sicherheit und ihre Implikationen fur das nationale Recht.