Sexuelle Gewalt hinterlässt tiefe Spuren, doch die zugesprochenen Schmerzensgelder sind oft beschämend niedrig. Elena März analysiert die rechtlichen Grundlagen, zeigt Schwächen der aktuellen Praxis auf und entwickelt konkrete Vorschläge für gerechtere Entscheidungen. Sie beleuchtet das gewandelte Verständnis des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung und den Einfluss unzureichender Präjudizien sowie die prozessualen Hürden für Betroffene. Mit einem besonderen Fokus auf die dynamische Schmerzensgeldrente präsentiert die Autorin ein Modell für flexible und angemessene Zahlungen bei Dauerschäden. Praktische Empfehlungen zur Prozessführung und zur Vermeidung kognitiver Verzerrungen runden das Konzept ab. Die Arbeit verbindet rechtsdogmatische Analyse mit interdisziplinären Ansätzen und liefert Impulse für eine Neubewertung der Entschädigungspraxis.