Nikolaus Groa, ursprunglich Bergmann im Ruhrgebiet, war eine der fuhrenden Personlichkeiten der Katholischen Arbeiterbewegung, die sich um einen dritten Weg zwischen ungezugeltem Kapitalismus und sozialistischen Klassenkampfvorstellungen bemuhte. Er beteiligte sich fruh am Widerstand gegen das NS-Regime, wurde nach dem 20. Juli 1944 verhaftet und 1945 hingerichtet. Eingeleitet durch eine Biographie werden in diesem Band die Briefe publiziert, die Nikolaus Groa aus der Haft an seine Familie geschrieben hat. Sie geben das Bild eines Mannes wieder, dessen tiefe Glaubigkeit sein ganzes Leben und bewusst-folgerichtig sein Sterben bestimmte. Uber das Religiose hinaus sind Handeln und Schicksal von Nikolaus Groa mahnendes Zeugnis in einer Zeit, in der manche in Deutschland wieder Zeichen und Ideen der braunen Barbarei propagieren - und zu viele wegschauen.