Gesellschaftlich gesteuerte Stoffstroeme bestimmen die Qualitat und Quantitat von alten und neuen Umweltzustanden. Zur Vermeidung von Fehlsteuerungen sind Kenntnisse uber diese Stroeme notwendig. Solches Wissen liefern Guter- und Stoffbilanzen (Material Flow Analysis). Die Studie untersucht die Bedeutung dieser Tools im Hinblick auf eine ressourcenorientierte Umweltpolitik mittels politikwissenschaftlicher Methoden. Die theoretischen Grundlagen bilden Steuerungs- und Netzwerktheorien sowie empirische Ergebnisse aus der Evaluationsforschung im Bereich der Umwelt- und Ressourcenpolitik. Mit Hilfe des Advocacy Coalition Approach von P. A. Sabatier und H. C. Jenkins-Smith werden Faktoren des Policy learning in den Bereichen Chemikalienpolitik, Abfallwirtschaft und Umweltindikatoren, die Akteurskonstellationen sowie deren Paradigmen herausgearbeitet.