Gedichte? Als ob nicht schon alles gesagt w re. ber die Menschen und das Leben. ber Sterben und Tod. Zu den existentiellen Themen unseres Seins. Gleichwohl: Die Verse, welche das Leben schreibt, sind immer wieder neu, eigent mlich, bisweilen bizarr; sie spiegeln Menschen in ihrer Zeit, reflektieren ebenso das, was den Menschen grundlegend ausmacht, wie die Bedingungen, unter denen er konkret geworden. Insofern sind sie Carmina Burana, Vagantendichtung: Verse und Reime derer, die durch das Leben streifen, moderner Scholaren, Suchender, nicht Wissender, Chronisten ihrer Zeit, denen heutzutage kein Kaiser mehr Rechtsschutz gew hrt, die man, vielmehr, f r vogelfrei erkl rt. Wie einen Edward Snowden, einen Aaron Swartz - letzterer zu leben nicht weiter willens, ersterer nicht zu sterben bereit. So seien diese modernen Vaganten-Lieder ebenso ein Poem der Kritik wie der Besinnung, gleicherma en Ver-Dichtung des Spotts ber die Erb rmlichkeit der Herrschenden wie der Ehrfurcht vor den Wundern der Sch pfung, allem voran aber Ausdruck der Wertsch tzung des Menschen: Der Mensch - ein Traum, was k nnte sein, was m glich w r. Nur ein Vielleicht, nicht weniger, nicht mehr. Oder, mit den Worten Ludwig Feuerbachs: Homo homini deus est.