Kapitalismus ist weit mehr als eine Wirtschaftsform. Mit seiner Ausbreitung wurden bestehende Macht- und Herrschaftsverhaltnisse umgewalzt, Klassengesellschaften bildeten sich. Die Autorin schildert die Entstehung unserer modernen Welt im Spiegel eines konkreten sicht- und fuhlbaren Gegenstands: dem Manneranzug. Denn Bekleidung verortet die Menschen in modernen Gesellschaften, markiert ihre Stellung in der gesellschaftlichen Hierarchie. Und das einflussreichste Kleidungsstuck der Moderne ist der Manneranzug. In dieser ausgreifenden transatlantischen Geschichte von Produktion und Konsumtion des Manneranzugs entfaltet das Buch deshalb eine Geschichte moderner Klassengesellschaften. Dabei richtet es den Fokus auf Grossbritannien, die USA und Deutschland und zeigt, wie sich die Transformationen in diesen verschiedenen Gesellschaften gegenseitig beeinflussten. Die neuen Herren waren im Anzug.