Ausgehend von Goethes ambivalentem Verh ltnis zu Juden und Judentum widmet sich dieser Band der wechselvollen Rezeption seiner Person und seines Werkes vor dem Hintergrund der deutsch-j dischen Kulturgeschichte. Diesen Goethe-'Konjunkturen' gilt es nachzusp ren, weisen sie doch eine seismographische Funktion bez glich bergeordneter gesellschaftlicher Entwicklungen wie der "b rgerlichen Verbesserung" bzw. der Emanzipation der deutschen Juden auf; und auch nationalstaatliche und zionistische Ambitionen werden mit Goethe verkn pft und hinterlegt. Damit werden erstmals pers nliche Bez ge Goethes zu j dischen Zeitgenossen und vice versa mit der Rezeption und Deutung seines Werkes durch (deutsch-) j dische Wissenschaftler und Leser sowie der v lkisch-antisemitischen Vereinnahmung Goethes zusammengebracht. Auf diese Weise wird eine ebenso komplexe wie wirkm chtige Wechselbeziehung neu verortet.